• Passionsblumenfalter am Blütenstand eines Kürbisgewächses
Forschung > Biodiversität

Panguana und seine Umgebung sind ein wahrer Hotspot der Biodiversität.
Hier einige Beispiele für die große Artenvielfalt auf 10 km²:



Artenvielfalt in der
Biologischen Forschungsstation
und dem Naturschutzgebiet
Panguana


Stand: 2016





Baumarten: 500
Palmen: 16








Mehr als 180 Publikationen über Flora
und Fauna in Panguana
>

Wirbeltiere: 670


Vögel: 360

Säugetiere: 115

Fledermäuse: 57

Amphibien: 76

Reptilien: 78

Fische: 34




Wirbellose

tagfliegende Schmetterlinge: 232

Microlepidoptera:
geschätzt 12.000 bis 15.000

Zikaden: 140

Stabschrecken: 25

Libellen: >80

Ameisen: 520

Wespen: 62

Eumenidae: 21

Prachtbienen: 35



Zum Vergleich: In ganz Deutschland mit einer Fläche von rund 357.000 km² leben 254 verschiedene Brutvogelarten. Im großen Europa gibt
es nur 27 Fledermausarten. Neu für Peru ist die in Panguana 2011 gefundene Sackflügelfledermaus Cyttarops alecto. Dies ist ihr südlichstes Vorkommen und weit entfernt von ihrem bisher bekannten Verbreitungsgebiet in Zentralamerika und im nördlichen Südamerika.


Braunohrarassari

Braunohrarassari, Pteroglossus castanotis
Fruchtvampire

Fruchtvampire, Mesophylla macconnelli



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PosterDr. Andreas Schlüter vom Staatlichen Naturkundemuseum in Stuttgart zeigte auf einem Poster, dass Amphibien und Reptilien in Panguana eine besondere Vielfalt zeigen, weil dort die Verbreitungsgebiete zahlreicher Arten überlappen.

Download des Posters







Obwohl Panguana schon so viele Jahre erforscht wird und von Anfang an besonderes Augenmerk auf die Amphibien und Reptilien gelegt
wurde, fanden die Herpetologen erst 2013 den ersten Salamander. Bolitoglossa altamazonica ist ein unscheinbares, kleines, nachtaktives Tier, und Salamander sind allgemein sehr selten in Amazonien. Daher war es eine Sensation, diese Art dort zu entdecken. Ob es wirklich die Species B. altamazonica ist, werden molekularbiologische Untersuchungen erst noch zeigen, in Zusammenarbeit mit dem Museo de Historia Natural in Lima.

Salamander Bolitoglossa altamazonica
Salamander Bolitoglossa altamazonica
Der lungenlose Salamander Bolitoglossa altamazonica atmet über die Haut
Fotos: Stefan Friedrich


Der Fotograf Konrad Wothe filmte die urtümliche Fortbewegung des kleinen, tarnfarbenen Tieres 2014 in Panguana:





Die Kleinschmetterlinge des Gebietes schätzen Lepidopterologen auf 12.000 bis 15.000 Arten, teilweise wohl bedingt durch kleinräumige Verbreitungsareale und die besondere geographische Lage zwischen den Anden und dem Sira-Gebirge, wie auch für viele andere Faunenelemente vermutet. Panguanas Libellenspektrum übertrifft mit mehr als 80 Arten bereits das aus Deutschland bekannte.
Die für das Regenwaldökosystem so wichtigen Ameisen zeigen mit über 520 Arten in Panguana die höchste weltweit dokumentierte
Diversität.

Libelle am Schwarzwassertümpel

Kleine Libelle am Schwarzwassertümpel
Edelfalter der Gattung Hamadryas

Edelfalter der Gattung Hamadryas

Blattschneiderameise mit schwerem Gepäck

Blattschneiderameise mit schwerem Gepäck
Foto: Konrad Wothe
 


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Panguanas Wald beherbergt viele spektakuläre Bäume und Palmen, oft nur in wenigen Exemplaren, die weit verstreut stehen, wie für den tropischen Tieflandregenwald charakteristisch.

Brettwurzeln eines Feigenbaums

Feigenbäume haben oft gigantische Brettwurzeln
(Ficus sp., Moraceae).
Typische Rinde eines Mahagonibaumes

Typische Rinde eines Mahagonibaumes
(Swietenia macrophylla, Meliaceae)

Rinde eines Feigenbaums Lupuna (Kapok-Baum) Rinde mit Stacheln

Vielfalt der Baumstämme – von farbenprächtig bis wehrhaft: Links ein Feigenbaum (Ficus sp.), in der Mitte Lupuna (Kapok-Baum, Ceiba pentandra, Malvaceae, Bombacoideae), rechts Rinde mit Stacheln




Bootsanleger

Die bizarren Blüten des Kanonenkugelbaumes, eines Verwandten der Paranuss, werden auch von Fledermäusen bestäubt, die harten Fruchtkugeln
(hinter der Blüte) nur von Agutis am Boden geöffnet (Couroupita guianensis, Lecytidaceae)

Aguaje-Palmen mit ihren roten Früchten
Die noch unreifen Früchte der Aguaje-Palmen
Aguaje-Palmen, Mauritia flexuosa, mit ihren roten, in Amazonien sehr gern gegessenen Früchten, rechts noch unreif


 




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