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Panguana wurde 1968 von den deutschen Zoologen Dr. Maria und Prof. Dr. Hans-Wilhelm Koepcke im völlig unberührten
peruanischen Tieflandregenwald, im oberen Amazonasbecken gegründet und wird heute von ihrer Tochter Juliane Diller
geleitet, die an der Zoologischen Staatssammlung München arbeitet.



Dr. Maria und Prof. Dr. Hans-Wilhelm Koepcke,
die Gründer von Panguana im Regenwald


Juliane Diller in Panguana 2014 (2. v. re.)
(Foto: K. Wothe)



Diese älteste biologische Forschungsstation von Peru trägt den einheimischen Namen des Wellen-Tinamus, eines
rebhuhngroßen und unscheinbaren, aber für die Region sehr typischen Vogels.



Panguana, der Wellentinamu, Crypturellus undulatus, Tinamidae
(aus: Pearson & Beletsky, 2001)




Panguana befindet sich in ca. 230 m Höhe am Río Yuyapichis, einem 40 m breiten Nebenfluss des Río Pachitea, der ein
Quellfluss des Amazonas ist. Yuyapichis ist ein Wort aus der alten Inkasprache Quechua und bedeutet „lügender Fluss“,
weil er so unerwartet schnell und stark ansteigen kann. Der Yuyapichis entspringt im 40 km entfernten, etwa 2400 m
hohen Sira-Gebirge, einer isolierten, parallel zu den Ostabhängen der Anden verlaufenden Bergkette.




Meist ein idyllisches Gewässer:
der Río Yuyapichis bei Panguana


Der Fuß des Sira-Gebirges ist nach einem der
häufigen Regenfälle in Wolken gehüllt


Die ersten Häuser der Station waren einfache, regenwaldübliche Ureinwohnerhütten mit Palmenwedel-Dächern, und
die Lebensqualität dort war auf das Nötigste beschränkt. Mit Hilfe eines großzügigen Sponsors, der Ludwig Stocker
Hofpfisterei GmbH in München, einem ökologisch produzierenden Großbäckerei-Betrieb, konnte seit 2008 die Infrastruktur
bedeutend ausgebaut werden und auch das Gelände durch Erwerb benachbarter, zum Verkauf angebotener Parzellen
von ursprünglich 180 Hektar auf 950 Hektar (= 9,5 km²) vergrößert werden.



Panguana 1969: Arbeitshaus und Küchenhütte


Panguana heute: Blick auf den Hof und die Rundhütte

Klicken Sie bitte ein Bild an, um eine größere Darstellung zu erhalten.



 



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