• Marmorreiher an einem Tümpel
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Das Ehepaar Koepcke, das am Naturhistorischen Museum in Perus Hauptstadt Lima arbeitete, gründete Panguana um in einem Urwaldgebiet ohne jeglichen anthropogenen Einfluss das in den 1960er Jahren noch kaum bekannte Ökosystem „Amazonischer Regenwald“ zu erkunden und seine Struktur wissenschaftlich zu dokumentieren. Sie wählten für ihre Studien innerhalb einer großen unberührten Waldregion bewusst ein Areal von anfangs nur 2 km² aus, denn sie wollten erfahren, welche Tiere und Pflanzen nun wirklich auf begrenztem Raum zusammenleben und welche Überlebensstrategien und Anpassungen sie im Dschungel entwickelt haben – damals eine wahre Pionierarbeit.

Kappenreiher
Weißkehltimanu

Zwei Aquarelle von Maria Koepcke aus dem peruanischen Regenwald – beide Vögel kommen auch in Panguana vor:
Links ein Kappenreiher (Pilherodius pileatus), rechts der Weißkehltinamu (Tinamus guttatus), ein Verwandter der Panguana



Eine Reihe von Artenlisten entstanden durch tägliche intensive Beobachtung, dazu viele Daten zur Biologie von verschiedenen Arten quer durchs Tierreich. Das Forscherpaar, zunächst Maria Koepcke, nach ihrem frühen Tod auch ihr Mann, fertigte dazu zahlreiche Zeichnungen und Skizzen an. Dies alles dient auch heute noch als Grundlage für aufbauende Studien.


Südamerikanischer Ochsenfrosch

Südamerikanischer Ochsenfrosch (Leptodactylus pentadactylus)
Federzeichnung von H.-W. Koepcke (1972)



Nestertypen


Verschiedene Vogelnestertypen in Panguana
Unveröffentlichte Federzeichnung von Maria Koepcke




Das Panguana-Projekt war von den Koepckes für fünf Jahre geplant, doch schon bald stellten sie fest, dass mehrere Generationen zu forschen haben, um auch nur einen halbwegs brauchbaren Überblick über die Vielfalt jenes grünen Kosmos zu bekommen, geschweige denn, die Zusammenhänge des Lebens und Überlebens darin vollständig zu verstehen. Nun existiert Panguana seit über 48 Jahren, und etwa 170 Publikationen entstanden bislang über seine Tier- und Pflanzenwelt. Durch die langjährige Aufsammlung von Daten in Panguana können jetzt auch Aussagen zu Veränderungen durch den Klimawandel und den zunehmenden menschlichen Einfluss getroffen werden.


Totenkopfaffen (Saimiri boliviensis)

Totenkopfaffen (Saimiri boliviensis) betrachten neugierig den Fotografen
Foto: Robert Retzko
Begegnung auf dem Río Yuyapichis

Begegnung auf dem Río Yuyapichis: vorne Goldwäscher, hinten Holzflößer


Mit dem Konzept „Panguana“ soll ein einmaliges, faszinierendes Ökosystem erhalten werden. Die heute aus diesem Gelände bekannten wissenschaftlichen Ergebnisse dienen mittlerweile als Beispiel für Schutz und Studium anderer Urwaldgebiete und helfen, die Erkenntnis zu festigen, dass der amazonische Regenwald für uns Menschen ein unschätzbares, unwiederbringliches Gut ist, dessen Fortbestehen für uns alle von entscheidender Bedeutung ist.

Eine langfristige Kombination von Grundlagenforschung, Regenwaldschutz und sozialen Projekten mit den umliegenden lokalen Schulen und indigenen Gemeinden hat Panguana zu einem Erfolgsmodell werden lassen und dazu geführt, dass es heute ein offiziell von der peruanischen Regierung anerkanntes, privates Naturschutzgebiet ist. Dieser wichtige Verwaltungsakt bedeutet für die immer noch im unberührten Primärregenwald liegende Station offiziellen Schutz vor äußeren anthropogenen Eingriffen und somit eine gesicherte Zukunft.


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