Juliane Diller

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Kindheit

geborene Koepcke kam 1954 in Lima zur Welt und wuchs in Peru auf. 1968 begleitete sie ihre Eltern in den Tieflandregenwald auf die biologische Station „Panguana“, wo diese den damals noch kaum bekannten Urwald erforschten.

Karriere

Nach dem frühen Tod ihrer Mutter durch einen Flugzeugabsturz im peruanischen Dschungel am Heiligabend 1971, den sie selbst als Einzige überlebte, zog sie 1972 nach Deutschland, beendete die Schule und studierte in Kiel und München Biologie. Die Feldstudien für ihre Diplomarbeit über Tagschmetterlinge und ihre Dissertation über Fledermäuse führte sie in Panguana durch (siehe Publikationen). 2000 übernahm sie nach dem Tod ihres Vaters die Leitung der Station und organisiert heute regelmäßig Forschungsexpeditionen dorthin.

Juliane Diller arbeitet seit 1989 an der Zoologischen Staatssammlung München (ZSM), wo sie die große Fachbibliothek leitet und stellvertretende Direktorin ist. Sie lebt mit ihrem Mann seit über 30 Jahren in der Nähe von München.

 „Als ich vom Himmel fiel“

Das Buch  „Als ich vom Himmel fiel“ erschien 2011 bei Piper, genau 40 Jahre nach dem Unglück. Danach wurde es mehrere Sprachen übersetzt und in London und New York auch persönlich von der Autorin vorgestellt. 2014 präsentierte Juliane Diller die spanische Ausgabe in Lima (Peru).

27 Jahre nach dem Unfall drehte der Regisseur Werner Herzog am Absturzort mit Juliane Diller den Dokumentarfilm „Schwingen der  Hoffnung“ („Wings of Hope“). 40 Jahre nach den traumatischen Erlebnissen veröffentlichte sie unter ihrem Mädchennamen Koepcke  das Buch „Als ich vom Himmel fiel“, das in mehrere Sprachen übersetzt wurde.

Die folgende Ankündigung einer Lesung von Juliane Diller in Karlsruhe 2013 beschreibt die damaligen Geschehnisse sehr treffend  (mit freundlicher Genehmigung von Dr. Robert Trusch, Staatliches Museum für Naturkunde Karlsruhe).

Als Juliane Koepcke am Heiligabend 1971 über dem peruanischen Urwald abstürzt und als Einzige überlebt, liegt eine Kindheit in der Natur hinter ihr, denn ihre Eltern, passionierte Forscher, nahmen sie so oft wie möglich mit auf ihre Expeditionen durch ganz Peru. 1968 gründeten sie mitten im unberührten Primärregenwald Amazoniens die biologische Forschungsstation Panguana, auf der Juliane vor dem tragischen Unglück eineinhalb Jahre lebte. In jener Zeit erlernt sie die Gesetze des Regenwaldes, bald erkennt sie die meisten Tierstimmen, weiß, von welchen Tieren Gefahr droht und wie man sich im Dschungel orientiert. Nach dem Flugzeugabsturz rettet ihr dieses Wissen das Leben. Elf Tage schlägt sich das 17-jährige, verletzte Mädchen durch den Urwald, nur mit einer Handvoll Bonbons in der Tasche, bis sie von Holzfällern gerettet wird. Heute, vier Jahrzehnte später, findet Juliane Koepcke die Kraft, von dem Wunder ihres Überlebens zu erzählen. Und davon, wie sie als Biologin und Umweltschützerin hilft, das Areal von Panguana im Herzen des peruanischen Regenwaldes zu bewahren.

Der Filmemacher Werner Herzog drehte mit Juliane Koepcke im Jahr 1998 an der Stätte des Unglücks und in Panguana den Dokumentarfilm „Schwingen der Hoffnung“. Gemeinsam mit ihrem Mann leitet die promovierte Biologin heute die Forschungsstation ihrer Eltern und kehrt jedes Jahr nach Peru zurück.

Das Buch „Als ich vom Himmel fiel“ erschien 2011 bei Piper, genau 40 Jahre nach dem Unglück. Danach wurde es mehrere Sprachen übersetzt und in London und New York auch persönlich von der Autorin vorgestellt. 2014 präsentierte Juliane Diller die spanische Ausgabe in Lima (Peru).

Das Kinderbuch „Juliane fällt vom Himmel

Im Dezember 2016 wurde das Kinderbuch „Juliane fällt vom Himmel“ publiziert, eine Gemeinschaftsarbeit von Bruder Lukas Rügenberg aus der Benediktinerabtei Maria Laach (Aquarelle) und Thomas Heinzeller (Text).

Von jedem verkauften Exemplar fließt ein Euro in die Panguana Stiftung.